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18. August 2010Ein technischer Hinweis. Wegen malware-verseuchten Spams sind die Kommentar ab sofort deaktiviert.
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Ja, ich habe es getan. Ich habe “Axolotl Roadkill” gelesen. Und frage mich nun: “Wozu die Aufregung?”
Nach der Lektüre des Buches dachte ich: Schlechter Roman einer extrem talentierten Siebzehnjährigen. Ähnliche Texte schlummern vermutlich in Tausenden von Schubladen (oder, bei Exhibitionisten, in Blogs). Drei bis vier Jahre Reife, Förderung und ehrliche Kritik - und dann kann sie vielleicht den Roman schreiben, der das Jahrzehnt definiert.
Das Buch ist stilistisch mangelhaft, die Metaphern würgen einander zu Tode, der Satzbau ist abstrus, die Sprache unmusikalisch, noch ohne Gefühl vom Rhythmus; und der “Schaut mal, was für tolle schmutzige Wörte ich kann”-Schock-Overkill lässt den Leser irgendwann abstumpfen. Was an dem Buch so begeisternd sein soll, ist mir ein Rätsel.
Haben nicht viele mit Siebzehn so geschrieben? Damals, als wir in der Bibliothek der Eltern den Henry Miller, den Bukowski, oder auch den de Sade oder Bataille fanden? Dachten wir nicht alle, dass guter Stil bedeutet, möglichst geschraubt zu schreiben? Und ist es nicht auch gut, dass diese Texte nicht veröffentlicht wurden?
Ihre Anfängermacken hätte die Autorin durch ein paar weitere Jahre verlieren können. Und dann wären die wirklich wuchtigen Szenen des Buches, die jetzt im Metaphernbombardement und im unreflektierten Intellektuellengeschwafel untergehen, die Brillianten in einem literarisch herausragenden Buch gewesen.
Und auch ihre Methode, die der Intertextualität und des cleveren Remixes - meiner Meinung nach durchaus valide, allerdings sollte man seine Quellen schon offenlegen - ist im Ansatz gar nicht so schlecht, wie jetzt das eine oder andere Mal behauptet wurde. Die Methode hätte verfeinert werden müssen - ein offenkundiges Spiel mit Fremdquellen. Warum nicht? Diese Ansätze gab es in der Literatur schon immer. Nicht zuletzt ist “Faust”, der wuchtige, originelle, Remix einer Volkssage - bereichert durch zahlreiche Zitate und Techniken aus allen bis dato bekannten Literaturgattungen und -phasen.
Dass Helene Hegemann künstlerische Power hat, hat sie bereits mit ihrem Spielfilm bewiesen. Und sicher hätte sie das Zeug zu mehr. Doch diese Chance wird sie vermutlich nicht erhalten. Schade.
Unterhaltsam. Witzig. Informativ. Wahr.
Ist das die Zukunft? Schwimmende Inseln für unsere Wunsch-Gesellschaftsformen?
Der erste Stapel der von Amazon georderten Exemplare ist weg, die Lieferzeit beträgt 5 bis 6 Tage. Aber keine Panik, die neue Lieferung ist sicher schon unterwegs.
Wow, das ging aber schnell! Danke an alle!
Wer ein signiertes Exemplar haben möchte: Das gibt es unter “Sammlerstücke”!
http://tinyurl.com/westendblues
Oder natürlich auf der Lesung! Oder bei mir persönlich!
Mein zweiter Roman, “Westend Blues - Ein Katharina-Klein-Krimi aus Frankfurt am Main” ist ab heute offiziell im Buchhandel erhältlich. Die offizielle Seite zum Buch: http://www.sonderermittlungseinheit.de
Drückt mir die Daumen!Hach, das wird schon … Drei Wochen durch’s südliche Afrika. Ab dem 10. August geht hier weiter.
Hier schon mal ein kleiner Ausblick: Da im September 2009 mein zweiter Roman erscheint, werde ich hier mehr oder minder live über das Marketing bloggen - vielleicht ist das ja für den einen oder anderen nützlich.
Gerade eben via xkcd entdeckt: Die Site tvtropes.org beschäftigt sich mit Strukturen, Techniken und Werkzeugen des Geschichten-Erzählens. Zwar setzt die Site einen Schwerpunkt auf TV, aber die Techniken sind auch für anderen Dinge sehr brauchbar.
Und hier geht es tvtropes.org … Viel Spaß damit.
Nein, damit ist nicht mein zweiter Roman gemeint. Auch nicht mein erster. Trotzdem ein schönes Wort, das gleich in meinen Wortschatz kommt.